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Verantwortungsvolles Spielen

Roulette und andere Casinospiele sind Unterhaltung, die Geld kostet — wie Kino oder Theater. Sobald sie aufhören, Unterhaltung zu sein, werden die Kosten zum Schaden. Diese Seite zeigt Ihnen die Warnzeichen, die Tools, die jeder lizenzierte Anbieter bereitstellen muss, und die Hilfsangebote, die wirklich ans Telefon gehen.

Behalten Sie die Kontrolle

Die ehrliche Rechnung

Jede Roulette-Wette hat einen negativen Erwartungswert. Über genügend Drehungen hinweg realisiert sich diese Erwartung als Verlust in Höhe von (Gesamteinsatz × Hausvorteil). Beim europäischen Roulette mit einer Null sind das 2,7 % von allem, was Sie setzen; beim amerikanischen 5,26 %. Kein Wettsystem, keine Strategie, keine Glückszahlen-Theorie ändert daran etwas. In kurzen Phasen kann die Varianz dafür sorgen, dass Sie mit Gewinn aufhören — und viele Sitzungen enden genau so —, aber der zugrunde liegende Trend ist eindeutig.

Spielen Sie innerhalb eines Budgets, dessen Verlust Sie verkraften können. Verlustgrenzen (Stop-Loss) gibt es aus gutem Grund. Wenn Sie einem früheren Verlust hinterherjagen, spielen Sie aus dem falschen Motiv.

Warnzeichen

Gesunde Muster

  • Innerhalb eines vorab festgelegten Budgets spielen, das Ihren Alltag nicht beeinträchtigt
  • Gewinne als Bonus betrachten, nicht als Einkommensquelle
  • Aufhören, wenn Sie es sich vorgenommen haben — unabhängig vom Ergebnis
  • Aus Spaß an der Unterhaltung spielen, nicht des Geldes wegen

Alarmsignale

  • Geld setzen, dessen Verlust Sie sich nicht leisten können
  • Verlusten hinterherjagen, indem Sie die Einsätze erhöhen oder die Sitzung verlängern
  • Lügen darüber, wie viel Sie ausgeben oder wie oft Sie spielen
  • Sich Geld leihen, um das Spielen zu finanzieren — Kreditkarten, Darlehen, Freunde
  • Die eigene Stimmung davon abhängig machen, ob die letzte Sitzung gewonnen oder verloren hat

Tools, die jedes lizenzierte Casino bereitstellen muss

Nach dem Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) und unter Aufsicht der GGL müssen Anbieter sämtliche der folgenden Funktionen anbieten. Tut Ihr Casino das nicht, wechseln Sie das Casino.

  1. 1

    Einzahlungslimits

    Tägliche, wöchentliche und monatliche Obergrenzen für Ihre Einzahlungen. In Deutschland gilt zudem ein anbieterübergreifendes Limit von 1.000 € pro Monat. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung greift erst nach einer Sperrfrist.

  2. 2

    Verlustlimits

    Dasselbe Prinzip, aber für den kumulierten Nettoverlust. Verhindert, dass Sie eine Einzahlung verspielen und gleich wieder aufladen.

  3. 3

    Einsatzlimits

    Obergrenzen für die Höhe des Einsatzes pro Wette. Nützlich, wenn Sie eine Eskalation im Martingale-Stil in Versuchung führt.

  4. 4

    Sitzungszeit-Limits

    Automatische Abmeldung nach N Minuten Spielzeit. Unauffällig, aber wirkungsvoll.

  5. 5

    Reality-Check-Hinweise

    Ein Hinweis nach 5 oder 15 Minuten: «Sie spielen seit X Minuten und liegen Y im Minus». Unangenehm, aber hilfreich.

  6. 6

    Auszeit (Time-out)

    24 Stunden, 7 Tage, 30 Tage — während der Auszeit können Sie nicht einzahlen. Kein Gespräch nötig; ein Klick genügt.

  7. 7

    Selbstausschluss

    6 Monate, 1 Jahr, unbefristet. Das Konto bleibt für den Zeitraum gesperrt; in Deutschland läuft der Selbstausschluss über OASIS, die bundesweite Spielersperre, die alle lizenzierten Anbieter auf einen Schlag erfasst.

Wo Sie Hilfe finden

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob ich ein Problem habe?
Der einfachste Test: Würden Sie Ihrem Partner, Ihrem Steuerberater oder Ihrem engsten Freund die Wahrheit darüber sagen, wie viel Sie ausgeben und wie oft Sie spielen? Lautet die Antwort «ich würde die Zahlen beschönigen», haben Sie zumindest ein Ehrlichkeitsproblem. Rufen Sie die kostenlose Beratung der BZgA unter 0800 1 372 700 an oder nutzen Sie den anonymen Selbsttest auf check-dein-spiel.de — beides ist gratis und dauert fünf Minuten.
Schaden Einzahlungslimits meinem Konto?
Anbieter sind verpflichtet, sie ohne Nachteile umzusetzen. Sie dürfen weder Boni kürzen noch Auszahlungen erschweren oder die Kontostufe ändern. Finden Sie einen Anbieter, der das doch tut, melden Sie ihn der Aufsichtsbehörde GGL (wir helfen gerne dabei).
Ist der Selbstausschluss dauerhaft?
Das hängt davon ab, was Sie beantragen. Sie können 24 Stunden, 7 Tage, 30 Tage, 6 Monate, 1 Jahr oder eine unbefristete Sperre wählen. Die kürzeren enden automatisch; die längere OASIS-Sperre lässt sich frühestens nach einem Jahr und nur auf Antrag aufheben, was in der Regel eine Wartezeit umfasst.

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