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Europäisches vs. französisches Roulette: was ist günstiger?
Die Kessel dieser Varianten sind identisch — 37 Zahlen und eine einzelne Null. Doch bei den einfachen Chancen verändern die französischen Regeln La Partage und En Prison die Mathematik zugunsten des Spielers. Wir zeigen, wo der Unterschied real ist und wo nicht.
Europäisch vs. französisch — kompakt
Die wichtigsten Zahlen. Danach folgt die Mathematik dahinter.
| Eigenschaft | Europäisch | Französisch |
|---|---|---|
| Kessel | 37 Zahlen, eine 0 | 37 Zahlen, eine 0 |
| RTP (innere Wetten) | 97,3 % | 97,3 % |
| La Partage / En Prison | — | ✓ |
| RTP (einfache Chancen) | 97,3 % | 98,65 % |
| Hausvorteil (einfache Chancen) | 2,7 % | 1,35 % |
Das europäische Roulette ist am weitesten verbreitet — sowohl in stationären als auch in Online-Casinos —, und auf seiner Basis werden die meisten Varianten mit besonderen Regeln aufgebaut. Das französische gilt dabei oft als günstiger, und daran ist etwas Wahres. Wir klären, wo genau die Grenze verläuft.
Wie sich die Gewinnwahrscheinlichkeit unterscheidet
Europäisches und französisches Roulette nutzen vollkommen identische Kessel: In beiden Fällen 37 Zahlen, einschließlich einer einzelnen Null. Deshalb beträgt die Wahrscheinlichkeit für jede Zahl 1/37 — 2,7 %, und für die meisten Wetten ist das französische Roulette mathematisch identisch mit dem europäischen: ein langfristiger RTP von 97,3 % bei einem Hausvorteil von 2,7 %.
Der entscheidende Unterschied entsteht nur an einer Stelle — bei den einfachen Chancen (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, Niedrig/Hoch). Hier greifen die Regeln La Partage und En Prison, die typisch für „französische“ Tische und bei europäischen äußerst selten sind.
Wie La Partage und En Prison funktionieren
Beim europäischen Roulette gewinnt eine einfache Chance mit einer Wahrscheinlichkeit von 48,6 %; genauso viel entfällt auf das Gegenereignis, und weitere 2,7 % auf die Null, die einen Verlust bedeutet. Beim französischen Roulette führt eine Null bei einer solchen Wette nicht zwangsläufig zum Verlust — es greift eine von zwei Regeln.
La Partage: Rückgabe der Hälfte
Die Null ist hier weder Gewinn noch Verlust, deshalb wird der Einsatz zwischen Casino und Spieler geteilt. La Partage gibt sofort die Hälfte des Einsatzes zurück, und im Durchschnitt verliert der Spieler bei einer Null nur halb so viel Geld.
En Prison: zweite Chance
Die Null gilt erneut weder als Gewinn noch als Verlust, doch der Einsatz wird nicht zurückgegeben — er wird bis zur nächsten Drehung „eingefroren“, als wäre er zu denselben Bedingungen neu gesetzt worden. Gewinnt die Wette beim nächsten Mal, wird kein Gewinn ausgezahlt, dafür der volle Einsatz zurückerstattet — der Spieler hat zumindest nichts verloren. Ein erneuter Verlust (auch eine erneute Null) bedeutet den endgültigen Verlust des Geldes.
Fazit: Auswirkung auf den RTP
Beide Regeln gelten nur bei einfachen Chancen, halbieren dort aber den Verlust bei einer Null. Dadurch erreicht der RTP des französischen Roulettes bei solchen Wetten 98,65 %1 — in dieser Kennzahl ist es dem europäischen Pendant überlegen. Bei allen übrigen Wetten gibt es keinen Unterschied: Die Wahl zwischen europäisch und französisch lohnt sich genau dann, wenn Sie „außen“ nach dem Schema 1:1 spielen.
Footnotes
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98,65 % ist der RTP ausschließlich für einfache Chancen bei aktiver Regel La Partage oder En Prison. Für Plein-Wetten, Chevals und andere innere Wetten bleibt der RTP des französischen Roulettes gleich dem europäischen — 97,3 %. ↩